Tubenschläuche, Köpfe und Zubehör für kleine Tubennymphen, Koppenmuster und große Streamer. Stelle deinen Aufbau nach Tubendurchmesser, Kopfform und gewünschter Beschwerung zusammen. Bei einer Tubenfliege bleibt der Haken ein separates Bauteil: Du kannst ihn passend zum Zielfisch und zur Situation wählen, ohne ein anderes Fliegenmuster binden zu müssen.
Tubenschläuche Small Mixed – 3 mm
Art. 100390Tubenschläuche Small Klar – 3 mm
Art. 100384Tubenschläuche Small Pink – 3 mm
Art. 100389Tubenschläuche Small Limegelb – 3 mm
Art. 100388Tubenschläuche Micro Limegelb – 1,8 mm
Art. 100386Tubenschläuche Micro Rot – 1,8 mm
Art. 100385FITS Classic Brass Half Turbo Heads – Gold
Art. 1111115FITS Classic Brass Half Turbo Heads – Silber
Art. 1111112FITS Classic Brass Half Turbo Heads – Kupfer
Art. 1111119FITS Classic Brass Turbo Heads – Gold
Art. 1111131FITS Classic Brass Turbo Heads – Silber
Art. 1111134FITS Classic Brass Turbo Heads – Kupfer
Art. 1111138FITS Classic Brass Turbo Heads – Black Nickel
Art. 1111144FITS Classic Brass Turbo Heads – Fluo Orange
Art. 1111146FITS Classic Brass Turbo Heads – Orange/Schwarz
Art. 1111160FITS Classic Brass Turbo Heads – Fluo Chartreuse
Art. 1111165FITS Classic Tungsten Cone Heads Fluo Orange
Art. 7777400FITS Classic Tungsten Cone Heads Silber
Art. 777226FITS Classic Tungsten Cone Heads Gold
Art. 777740013Zeige 1–24 von 37
Aus der Bindepraxis von Maik Wiemers
Ich habe auf Tuben große Streamer, Koppenmuster und auch kleine Nymphen gebunden. Was mir an diesem Aufbau gefällt, ist die Möglichkeit, Körper, Beschwerung und Haken aufeinander abzustimmen. Hier erkläre ich dir die Überlegungen und Handgriffe, die dabei für mich wichtig sind.
Eine Tubenfliege, unterschiedliche Haken
Bei einer Tubenfliege sitzt das Bindematerial auf einer Tube. Die Vorfachschnur läuft durch die Tube; der Haken wird dahinter angeknotet. Fliegenkörper und Haken sind dadurch separate Bauteile.
Ich kann deshalb dasselbe Muster mit unterschiedlichen Haken ausstatten. Wenn ich kleinere Fische erwarte, kann ein kleinerer, feinerer Haken passen. Brauche ich für größere Räuber mehr Stärke, wähle ich ein entsprechend kräftiges Modell. Dabei achte ich darauf, dass der Hakenbogen ausreichend frei bleibt und der Haken zur Größe des Musters, zum Vorfach und zur Fischerei passt.
Auch einen beschädigten Haken kann ich ersetzen, ohne die Fliege neu zu binden: Ich schneide ihn ab und knote einen neuen an. In unserer Auswahl an Tubenhaken findest du verschiedene Modelle für deine Montage.
Mit einer passenden Hakenaufnahme lässt sich außerdem die Ausrichtung beeinflussen. Die Hakenspitze kann nach unten, nach oben oder seitlich stehen. Wie zuverlässig diese Position gehalten wird, hängt von der Aufnahme und dem Sitz des Hakens ab.
Welche Tubenschläuche passen zusammen?
Ein verbreiteter Aufbau kombiniert eine dünnere Innentube mit einer dickeren Außentube. Die Innentube führt das Vorfach durch die Fliege und kann vorne den Kopf tragen. Die Außentube bietet Fläche für den gebundenen Körper. Hinten kann je nach Material und Passform die Außentube selbst oder ein zusätzliches Verbindungsstück den Haken aufnehmen.
Ich stecke die Bauteile vor dem Binden probeweise zusammen. Entscheidend sind die tatsächlichen Abmessungen: Der Außendurchmesser der Innentube muss zum Innendurchmesser der Außentube und zur Bohrung des Kopfes passen.
Bezeichnungen wie Micro, XS oder Small sind zwischen Herstellern und Serien nicht automatisch vergleichbar. Orientiere dich deshalb an den Angaben beim jeweiligen Artikel. Eine gleich benannte Größe allein sagt noch nicht, ob die Teile zusammenpassen.
Tubenfliegenköpfe nach Form, Gewicht und Bohrung wählen
Ein Cone Head bildet einen konischen Abschluss vor dem gebundenen Körper. Breitere Kopfformen, etwa Turbo Heads, geben der Fliege eine andere Front und können die Umströmung des dahinterliegenden Materials beeinflussen. Wie der Kopf mit dem Material zusammenspielt, hängt von seiner Form und vom gesamten Muster ab.
Bei der Auswahl betrachte ich Kopfform und Beschwerung gemeinsam. Ein Kopf soll zum Profil meiner Fliege passen und das Gewicht mitbringen, das ich für diesen Aufbau möchte. Die Unterschiede der einzelnen Ausführungen erklären wir bei den jeweiligen Produkten.
Für die Beschwerung zählt das tatsächliche Stückgewicht. Tungsten hat eine höhere Dichte als Messing. Unterschiedlich große oder unterschiedlich geformte Köpfe lassen sich aber nicht allein über das Material vergleichen: Ein kleiner Tungstenkopf kann leichter sein als ein großer Messingkopf.
Mehr Kopfgewicht kann helfen, die Fliege tiefer anzubieten. Die erreichte Tiefe hängt auch von Schnur, Strömung, Bindematerial, Haken und Führung ab. Ebenso wichtig ist die Bohrung: Der Kopf muss auf die vorgesehene Tube passen und sich zuverlässig befestigen lassen.
Wie ich die Balance meiner Tubenfliegen abstimme
Bevor ich einen Kopf auswähle, überlege ich mir, wie meine fertige Fliege im Wasser arbeiten soll. Möchte ich ein möglichst ausgewogenes Muster oder soll die Fliege vorne deutlich mehr Gewicht bekommen? Diese Überlegung hilft mir bei der Wahl von Kopfgröße und Material.
Mit „kopflastig“ meine ich, dass die Beschwerung stärker vorne sitzt. Ich betrachte dafür die ganze Fliege: Tubenlänge, Menge und Verteilung des Bindematerials, Kopfgewicht und den vorgesehenen Haken. Diese Teile wirken zusammen und beeinflussen die Haltung und Bewegung des Musters.
Messingköpfe verwende ich häufig, wenn ich eine ausgewogene oder nur leicht kopflastige Tube bauen möchte. Dafür stimme ich das Kopfgewicht auf den übrigen Aufbau ab. Ausgewogen bedeutet hier nicht, dass die Fliege im Wasser schwebt, sondern beschreibt ihre Gewichtsverteilung.
Will ich bewusst mehr Gewicht vorne unterbringen, greife ich zu einem passenden Tungstenkopf. Bei vergleichbarer Form und Größe bringt Tungsten mehr Gewicht mit als Messing. Wie stark sich das am fertigen Muster bemerkbar macht, hängt vom übrigen Aufbau ab.
Auch die Tubenlänge gehört zu dieser Überlegung. Verlängere ich die Tube und baue einen anderen Körper darauf, verändert sich das Zusammenspiel mit dem Kopf. Deshalb wähle ich ihn passend zur fertigen Fliege und nicht allein nach seiner Größenbezeichnung.
Wenn du dieses Zusammenspiel kennenlernen möchtest, vergleiche zwei ähnlich gebundene Muster mit unterschiedlichem Kopfgewicht im Wasser. Verwende dabei die vorgesehenen Haken und beobachte die Fliegen beim Ziehen und in den Pausen. So kannst du beurteilen, welche Kombination deiner gewünschten Arbeitsweise näherkommt.
Den Kopf auf der Innentube sichern
Bei einem Aufbau aus Innen- und Außentube stecke ich die dünnere Tube in die dickere und befestige sie bei Bedarf mit einem geeigneten Kleber. Den Kopf schiebe ich auf die vorne herausstehende Innentube, bis er an der Außentube beziehungsweise am vorgesehenen Abschluss anliegt.
Nach dem Aufsetzen des Kopfes lasse ich vorne häufig etwa 2–4 mm Innentube stehen. Dieses kurze Stück forme ich vorsichtig mit Wärme zu einem Haltewulst. Er verhindert, dass der Kopf nach vorne abrutscht. Wie viel Überstand nötig ist, hängt vom Tubenmaterial und vom Aufbau ab. Der Durchgang für das Vorfach muss frei bleiben.
Hat der Kopf zu viel Spiel, gleiche ich die Differenz mit Bindegarn aus. Die Wicklung sichere ich mit einem für das Tubenmaterial geeigneten Lack oder Kleber und lasse sie aushärten. Anschließend setze ich den Kopf auf und forme vorne den Haltewulst.
Handgriffe aus meiner Bindepraxis
Wenn die Innentube etwas zu dick ist
Bei geeigneten Kunststofftuben versuche ich gelegentlich, den Außendurchmesser durch vorsichtiges Strecken etwas zu verringern. Dafür nutze ich eine Zange und ziehe die Tube behutsam in die Länge.
Probiere das zunächst an einem Reststück aus, denn nicht jedes Material lässt sich gleichmäßig strecken. Ich verwende ein solches Stück nur, wenn es unbeschädigt bleibt und das Vorfach weiterhin frei hindurchläuft.
Sehr weiche Tuben vor dem Binden vorbereiten
Eine weiche Tube kann durch hohen Fadenzug zusammengedrückt werden. Dadurch wird unter Umständen auch der Durchgang für das Vorfach enger.
Bei solchen Tuben lege ich zunächst eine Grundwicklung mit wenig Spannung an, versteife sie mit einem geeigneten Lack und lasse sie vollständig trocknen. Das kann den späteren Aufbau unterstützen. Auch danach arbeite ich mit angepasster Fadenspannung und kontrolliere den freien Durchgang.
Tubenköpfe auch auf Haken verwenden
Ich habe mit einigen Tubenköpfen auch direkt auf Haken zahlreiche Streamer gebunden. Dafür müssen Bohrung und Kopfform zum Haken passen: Der Kopf muss sich über Hakenspitze und Bogen bis an die gewünschte Position führen lassen.
Häufig muss dafür der Widerhaken angedrückt werden. Ich fische selbst ohne Widerhaken und prüfe vor dem Binden, ob sich der Kopf auf dem ausgewählten Haken montieren lässt.
Tuben für Nymphen, Koppenmuster und Hechtstreamer
Das Tubenprinzip ist nicht auf große Lachs- oder Hechtfliegen beschränkt. Ich habe auch kleine Tubennymphen gebaut und damit im Fluss erfolgreich gefischt. Bei solchen Mustern achte ich auf einen schlanken Aufbau, bei dem Tube, Beschwerung und Haken zusammenpassen. Große Hechtstreamer lassen sich mit entsprechend kräftigen Komponenten aufbauen.
Auch Koppenmuster können auf einer Innentube gebunden werden. Unsere Sculpin-Köpfe in Olive, Koppenköpfe in Schwarz und Sculpin-Köpfe in Kupfer bieten die breite Kopfform einer Koppe. Ob ein bestimmter Kopf auf deine Innentube passt, prüfst du anhand der Bohrung und durch probeweises Zusammenstecken.
Gerade bei solchen Mustern gefällt mir, dass der Haken separat bleibt. Ich kann seine Größe und Stärke passend zur Fischerei wählen und mit einer geeigneten Aufnahme auch seine Ausrichtung anpassen. Der gebundene Fliegenkörper bleibt dabei derselbe.
























